Donnerstag, 30. August 2007

Film ab!

Tja, zu meiner großen Überraschung hab ich festgestellt, dass man hier auch videos online stellen kann. Wer also glücklicher Besitzer einer schnellen Internetverbindung ist (aber auch wirklich nur diejenigen, man verzweifelt sonst an den Ladezeiten), kann sich hier an den Kurzfilmen meines Wasserski-VERsuchs und Wasserfall-BEsuchs erfreuen...;-)
liebe Grüße an alle
Basti, Sebastian, Olby



Mittwoch, 29. August 2007

Wochenende in Québec

Es ist abends halb zehn ET und draußen schüttets wie aus Eimern, nach drei wunderbar sonnigen und heißen Tagen ergießt sich nun das schon fast überfällige Gewitter. Zeit für mich von meinem ersten Ausflug vergangenes Wochenende zu berichten. Hier bei der Arche hat man einmal im Monat von Freitag Mittag bis Sonntag Abend frei, ideal für Kurztripps in die Umgebung. Das ganze nennt sich "week-end de fermeture", d.h. die Foyers werden geschlossen und die Behinderten verbringen die Zeit bei ihren Familien.
Nach einigem Hin-und Herorganisieren in der Woche zuvor war es schon ein kleines Wunder, dass die Reise so perfekt, und vor allem günstig geklappt hat, wie ich nun berichte. Anstatt der 250$ Zugkosten für die Anreise hab ich mich mit meiner Mitstreiterin Anna bei Allostop eingeschrieben, eine Art Vermittlungsstelle für Mitfahrgelegenheiten in Privat-PKWs. Die Fahrt nach Québec hat mich dadurch nur 16$ gekostet und als kleines Extra hat man noch die wunderbare Gelegenheit, interessante Leute kennenzulernen, so zum Beispiel den 42-jährigen Alain, Ingenieur aus der Region, in dessem Auto wir von Montréal in die Provinzhauptstadt gefahren sind. Die Hotelkosten entfielen auch komplett, da wir es hinbekommen haben uns in der örtlichen Arche einzuquartieren. Und wieder kam zu den geringen Kosten die unglaublich bereichernde Möglichkeit, all die Behinderten und Assistenten des dortigen Foyers zu treffen, kurzum alles wunderbar. Wir wurden sehr herzlich empfangen und bestens versorgt, selbst die Planung unserer Samstags-Touri-Route inklusive Busfahrplänen wurde uns abgenommen. So konnten wir also problemlos Québec erobern, eine 500.000 Einwohnerstadt im Osten der Provinz Québec. Zuerst ging es zu dem "chute de monmorency", einem Wasserfall, der eine höhere Fallhöhe als die Niagarafälle hat (gut 80m) und durch diverse Brücken und Aussichtsplattformen bestens zu besichtigen war, wie nebenstehendes Selbstportrait mit peinlichem Grinsen unter Beweis stellt. Höchstwahrscheinlich werden wir im Winter noch einmal dort hinfahren, weil der Wasserfall dann gefroren ist und sich spannende Eisformationen bilden, wurde uns jedenfalls von allen Seiten wärmstens empfohlen. Trotz recht tristem Wetter und defekter Kamera (die hatte aufgrund der Wassermenge, die sie in der Nähe des Wasserfalls abbekommen hat für gute 6 Stunden den Geist aufgegeben, sich danach aber voller Reue zurückgemeldet...) ging es danach mit dem Bus quer durch die gesamte Stadt ins historische Zentrum, welches sogar eine Stadtmauer aus dem 18. Jahrhundert vorzuweisen hat, eine Seltenheit für nordamerikanische Siedlungen. Die Innenstadt selber ist wunderschön, viele historische Bauten, kleine verwinkelte Gassen mit Bilderausstellungen; was vor allem auffällt ist das Fehlen von modernen Wolkenkratzern, was der ganzen Großstadt einen unglaublich gemütlichen und nahezu dörflichen Charme verleiht. Doch als noch viel schöner erwies sich Québec bei Nacht. Eines der wenigen Hochhäuser der Stadt, ein Hotel, beherbergt in der obersten Etage ein Panorama-Dreh-Restaurant, mit Preisen die man nur mit der atemberaubenden Aussicht rechtfertigen kann... Glücklicherweise konnten wir uns dort kurz umsehen und vor allem den Panorama (dieses Wort fiel dort in jedem zweiten Satz...) -Aufzug nehmen, der an der Außenwand des Hotels auffuhr und durch eine schön große Scheibe eine traumhafte Aussicht auf die gesamte Stadt bot. Die Tatsache, dass dort ein Schild mit der recht gut leserlichen Aufschrift "fermé - closed" stand haben wir ahnungslosen deutschen Touristen großzügig übersehen und die Fahrt gleich ein zweites Mal gemacht, wäre ja auch schade um die schönen Fotos gewesen...;-) Am Sonntag ging es dann mit den Leuten der Arche noch zum Gottesdienst und danach fast schon gewohnt günstig wieder "nach Hause". Als wenn das Wochenende nicht schon beeindruckend genug war, so bot sich mir hier noch ein weiterer, fast schon magischer Moment. Gegen sieben Uhr abends trudelten alle Behinderten und Assistenten wieder im Haus ein. Alle waren froh sich wieder zu sehen, freudige Gesichter und Umarmungen überall... und auch ich war glücklich, wieder dort und bei den Menschen zu sein, die für die nächsten 11 Monate, meine Familie, mein zu Hause sein werden...

Samstag, 18. August 2007

Olby (fast) allein Montréal ;-)

Vorgestern war es endlich soweit, ich war das erste Mal in Montréal. Eine wirklich wunderschöne Metropole, zumindest soweit ich das bisher beurteilen kann (war leider nur im Zentrum...) Hab beim Amt nach insgesamt 3h Wartezeit meine Krankenversicherung beantragt und bin danach mit Anna und Benoît durch die "souterrains de Montréal" geschlendert, eine komplett unterirdische Einkaufsmeile, damit man auch im Winterr bei Schneesturm und -30° shoppen kann. Da wir in der Haupt-Büro-Zeit dort waren konnte man auch nicht von Menschenmassen sprechen, die sich auf den Straßen aufhielten. Aber das werde ich vielleicht bei einem der nächsten Besuchte erleben dürfen, die es auf jeden Fall geben wird, insgesmt brauch ich von meiner Haustür bis ins Zentrum mit Bus und Metro sowie 10,75$ nur eine gute Stunde. Das Foto rechts datiert übrigens vom Vortag, als wir den anderen Sebastian zwecks Abreise zum Flughafen gebracht. Der Ärmste hat bei der Gepäckabgabe einen Zettel von British Airways in die Hand bekommen, dass sein Abflug sich um 4h verschiebt, was in diesem Fall 1:30 nachts bedeutete. Gütigerweise sprang für ihn dabei aber ein 10$-Gutschein für die Flughafenrestaurants raus...

Sonntag, 12. August 2007

Umzug

So, es ist geschafft! Es ist kurz vor 11 Uhr abends und ich sitze in meinem neuen, kleinen gemütlichen Zimmer und genieße das Plätschern meines ersten kanadischen Regens meines Lebens... Bevor es heute richtig losging waren wir mit dem gesamten Foyer beim Gottesdienst, einer echt spannenden Veranstaltung auf dem höchsten Stand der Technik, sprich Knopfmikrofon für den Herrn Pfarrer und Orgelmusik aus nem E-Piano, dazu noch ein Tenor zum Vorsingen und das ganze in einer wirklich schönen, vor allem sehr hellen und gut gefüllten Kriche. Danach durfte ich dann aber meine halb-ausgepackten Koffer wieder ganz bepacken und wurde in mein neues zu Hause gefahren, was im Grunde "die Hauptstraße entlang und dann am Ende rechts" bedeutet, 30 min Fußweg. Aufgrund des Stadtfestes, was hier grade läuft, mussten wir aber an all den Absperrungen vorbei einmal quer durch die Stadt, wobei mir das interessante kandaische Vorfahrtsrecht aufgefallen ist - wer zuest kommt, fährt zuerst! An jeder Kreuzung steht auf jeder Straßenseite ein STOP-Schild, man hält also an wirklich jeder Kreuzung an, und sieht sich dann um...soll sehr sicher sein das System, weil dadurch alle zwangsläufig langsamer fahren, obwohl mich persönlich der Spritverbrauch beim ständigen Anfahren stören würde, aber lassen wir das. Jedenfalls wurde ich hier bei meiner Ankunft genau so herzlich wie bereits am Mittwoch empfangen und in mein Zimmerchen geführt. Groß Zeit zum "Einrichten" hatte ich aber nicht, weil wir zu ner Schultheateraufführung der Tochter einer Arche-Mitarbeiterin gefahren sind. Die Grundschule von Montréal ist sehr amerikanisch, für ein Dorf wie dieses viel zu groß und mit eigenem Theater, welches sich mühelos mit dem Rostocker messen kann. Nun ja, unten hab ich noch ein paar schöne Bilderchen von gestern Nacht mit denen ich mich vorerst verabschiede. Liebe Grüße in die Welt

Samstag, 11. August 2007

die erste Woche

Nach der ersten Nacht in meinem schicken kleinen Zimmer, was eigentlich einem Bewohner gehört, der zur Zeit im Urlaub ist, stand der erste Tag ins Haus...Zeit genug um alle Leute hier kennenzulernen. Praktischerweise war an jenem Dienstag der Ausflugstag der Assisstenten (so heißen hier die Pfleger, ich also praktisch auch...), der uns an ein hübsches kleines Haus direkt an einem idyllischen See führte. Doch diese Idylle konnten wir mit dem schicken Motorboot und den Wasserski aus der Garage problemlos und dauerhaft zerstören und so kam es wie es kommen musste: ich bin das erste Mal in meinem Leben Wasserski gefahren, wenn auch erst nach 6 oder 7 misslungenen Versuchen, aber nichtsdestotrotz ein Wahnsinnsgefühl, auch wenn das Bild nicht grade Freude ausstrahlt ;-) Dieser Ausflug war sowohl eine Art Abschiedsgeschenk für David aus Berlin, der am Donnerstag abgefahren ist als auch Begrüßung für die beiden neuen, Anna aus Stuttgart und meine Wenigkeit. Den Kreis der Assisstenten bildet ein ganz bunter Haufen: zunächst der zweite, im Grunde genommen erste, Sebastian aus Weimar, der nächsten Mittwoch nach Deutschland zurückkehren wird, dann wohnen in meinem Haus noch Nathalie, eine Assisstenten die hier schon seit Jahren arbeitet und viel viel lacht, Olivier aus Mauritius, der mit seinen Eltern im März dieses Jahres nach Montréal gezogen ist und sich jetzt hier die zeit vertreibt, Jocelin (zu sehen auf dem Bild aus dem wunderschönen Kaminwohnzimmer des Hauses Fleure-de-Soleil...Sonnenblume), mit 39 Jahren der jüngste Sprössling einer 15 (!)-köpfigen Familie der seit Jahren von einer Arche-Institution zur nächsten wandert, zwischendurch zum Weltjugendtag nach Köln reist, und seit vorgestern weg ist und nicht zu vergessen Benoît aus Frankreich, der seit nem halben Jahr hier ist und uns die ordentliche Aussprache des Französischen eintrichtert. In dem zweiten Haus, in welches ich morgen Mittag ziehen werde wohnen zwei Franzosen, einmal Bruno, ein französischer Schönling der ab September in Montréal studiert und hier den Sommer über arbeitet und Martin, der mit 6 Jahrenaus Vietnam von Franzosen adoptiert wurde, beide überzeugte Raucher, genauso wie Isabelle, eine Art Urgestein hier...schon seit 25 Jahren bei der Arche und sie kannte den Gründer, welcher hier als eine Art Halbgott verehrt wird, persönlich. Tja, diese drei werd ich in nächster Zeit besser kennenlernen, was mich zu Beginn insbesondere wegen des Rauchens nicht grade begeistert hat, doch am Mittwoch hatte ich auf der Abschiedsfeier für David das Glück die Behinderten meines neuen Hauses kennenzulernen, was mich dann doch vorfreudiger stimmte. Die sind im Moment als sie mich erkannt haben fröhlich auf mich zugekommen und haben mich gleich herzlich begrüßt, gesagt, dass sie sich auf mich freuen, sich vorgestellt, wirklich ein sehr schöner Moment. Und ein großer Vorteil, oder etwas neutraler formuliert, Unterschied, in dem neuen Haus ist, dass dort 4 der 6 Behinderten sprechen können und dies auch gerne tun. In meinem jetzigen Foyer ist das anders, mit den Leuten hier zu kommunizieren ist selbst für die Profis schwierig. Gestern beispielsweise kam Francis aus dem Urlaub wieder und hat sich gleich auf mich gestürzt und mir praktisch sein gesamtes Leben erklärt, größtenteils in Zeichensprache, da er nicht ordentlich sprechen kann. Von seinem Kleiderschrank und Bowlingpokal bis hin zu den Hochzeitsbildern seines Bruders hab ich so ziemlich alles gesehen. Und mir wurde die Ehre zu teil, in sein Recycle-Programm eingeweiht zu werden. Francis sammelt nun seit Jahren alle Plastikflaschen in seiner näheren Umgebung, die nicht bei drei auf den Bäumen sind. Von dem erweiterten Nachbarschaftskreis, über Straßenmärkte und natürlich die zwei Foyers der Arche hier in Beloeil. Das Geld spendet er komplett der Arche auf Haiti, letztes Jahr stolze 600$, was umso beeindruckender ist, wenn man sich vor Augen hält, dass eine Plastikflasche 5 Cent, sprich 0,05$ bringt, mit anderen Worten hat er letztes Jahr 12.000 (!) Flaschen gesammelt, auch eine Art des Zeitvertreibs. Dann lebt hier noch eine etwas ältere Frau mit Trisomie 21, die Lorraine heißt und hier trotz ihrer Krankheit für unglaublichen Trubel sorgt, ab und zu wie eine Verrückte schreit und im nächsten Moment ebenso laut und viel lacht. Zusammen mit ihrer Freundin Cecile, die unter Schizophrenie leidet und regelmäßig grundlos anfängt zu weinen, wohnt sie seit 25 Jahren bei der Arche. Und zu guter letzt ist da noch Lucile, die man zumindest ein wenig besser versteht als die anderen, die aber kurz nach meiner Ankunft in den Urlaub verschwunden ist, was allerdings nicht direkt mit meiner Ankunft zusammenhängen dürfte, hoffe ich zumindest. Nun ja, morgen werd ich mich hier verabschieden und ein paar Straßenecken weiter meine Zelte aufschlagen. Ich bin sehr gespannt darauf, ob sich mein positiver Eindruck von dort bestätigt und hoffe sehr, dass ich die wirklich netten Leute hier öfter wiedersehe.














mein Haus...und der tolle Blick in die andere Richtung

jetzt gehts los...

6. August 2007: Das Abenteuer hat begonnen, und das wahrlich zünftig mit einer Autopanne auf dem Weg zum Flughafen nach Hamburg, 3 Stunden vor Abflug...was will man mehr? Dank der gelben Engel und einem Ersatzwagen hab ich es dann doch bei Weitem rechtzeitig zum Airport Hamburg geschafft und festgestellt, dass ich von Caro's Nachbargate fliege, sodass wir die komplette Familie Pügge auch nochmal treffen konnten. Abschiede fallen immer schwer, aber dieser besonders, abgesehen von dem leichten Heavy-Metall-Dunst in der Flughafenhalle, verursacht durch die Massen der Wacken-Besucher, die ihre Heimreise antreten wollten... Die Flüge waren wie zu erwarten recht angenehm und ohne irgendwelche Komplikationen, glücklicherweise. Der Flug nach London führte mich, zu meiner großen Überraschung..., über London, aber wirklich direkt über London, praktisch entlang der Themse, sodass man selbst den Buckingham Palast perfekt sehen (allerdings nicht so schnell fotografieren...) konnte und vor allem für mich interessant, das neue 1 Milliarde Euro teure Wembleystadion. Nach der Landung begann das Abenteuer Heathrow - das Überleben auf dem flächenmäßig größten Flughafen der Welt. Und die von British Airways veranschlagten 75 Minuten "Reise"zeit von Gate 1 zu 4 waren allemal angebracht. Durch endlos lange Kontrollschlangen, an denen man sogar seine Schuhe zum Durchleuchten ausziehen durfte, über diverse Busfahrten bis hin zu einem 20 Minuten langen Fußmarsch...bis ich dann doch am Ziel war. Weltoffen wie London nunmal ist, stieß ich auch gleich auf "Multi-Glaubens-Gebets-Räume", die von innen allerdings insbesondere wegen eines Getränkeautomatens in der Ecke nicht grade feierlich wirkten. Zu meinem Entsetzen bot mir mein Gate 4 kein einziges Fast-Food-Restaurant an, obwohl ich mich sogar dazu bereit erklärt hätte zu BrugerKing zu gehen, sondern Starbucks-Läden mit Sandwiches zu 4 Pfund, sprich 6 Euro... Glücklicherweise wurde mein sich ständig stärker beschwerender Magen durch das tolle Flugzeugessen (Chicken-Curry und Sandwiches) und schätzungsweise 4 bis 5 Tomatensäfte besänftigt, sodass ich auch den Transatlantikflug inklusive Entertainment-Programm (Sicherheitserklärungen der Crew mit den lustigen Gesten und Handbewegungen, Spiderman 3, King of Queens, Zusammenfassung der vergangen englischen FA-Cup Saison und "Born to be wild" auf Französisch) komplett genießen konnte. Leidergottes hatte ich diesmal nicht das Glück, über Grönland zu fliegen, dafür aber in der Abenddämmerung in Montréal zu landen. Aus dem Flieger wurde man dann geschickt direkt in die Arme der Einwanderunsbeamten geleitet, bei mir zuerst ein vom Reisepässedurchblättern leicht gelangweilter, schätzungsweise 26 Jahre alte Kanadier und danach eine deutlich fröhlicher gestimmte, ebenso junge Kanadierin, die aus einem A3-Ausdruck mit offenbar großer Freude entlang der gestanzten Linien das A5-Stück offizielles Papier gerissen hat, welches jetzt nebst ebenso offiziellem Stempel meinen Pass schmückt. Danach ging es, wie durch ein Wunder mit beiden meiner Koffer, hinaus in den gut gefüllten Empfangsbereich, in dem man durch solche schicken Absperrungsbänder vor den wartenden Massen geschützt wurde und sich kurz wichtig fühlen durfte. Die spontanen Jubelschreie im Bereich der obersten Oktaven der menschlichen Stimme, die alle anderen leicht verschlafenen Fluggäste endgültig weckten, von einer Horde 16-jähriger Damen mit bunten Begrüßungsplakten galten targischerweise nicht mir, sondern den hinter mir lauernden, ebenso so laut schreienden Mädchen... Doch kurze Zeit später fand ich auch zwei Menschen, die tatsächlich mir zugewunken haben. Sylvie, de facto die Mutter für alles hier, und David, ein Deutscher der seit Mittwoch wieder in der Heimat ist, nahmen mich gütigerweise mit ins auto und so gings mitten durchs nun nächtliche Montréal nach Beloeil, mit dem Auto ne gute halbe Stunde. Lustigerweise zuerst auf der rechten Straßenseite und dann wie aus dem nichts über ne Autobahnabfahrt auf die linke, später wieder auf die rechte...das kann ja was werden hier :-)
Während der Fahrt wurde ich dann auch gleich mit allen vorerst nötigen Infos versorgt und ein wenig in Beloeil herumgefahren. Zuerst ging es zu dem Haus, in welches ich morgen umziehen werde, danach in meine jetzige Bleibe, wo ich auch gleich von den tapfer wachgebliebenen anderen Assisstenten nett begrüßt wurde. Mittlerweile war es 23 Uhr, sprich 5 Uhr deutscher Zeit...ich war am Ziel und ich lebte noch, somit war alles bestens...