Donnerstag, 20. März 2008

Schnee, Schnee und nochmal... Schnee

Die Überschrift ist nur ein Auszug dessen, was ich hier nun schon seit ende November erleben darf. Ich kann mich in gewisser Weise glücklich schätzen, denn ich scheine ein echt gutes Jahr gewählt zu haben. Mit dem achten Schneesturm letzte Woche mit 27cm Neuschnee sind wir nun bei einer Gesamtschneemenge von stolzen 355cm angekommen, womit uns nur noch weitere 10 zum Schneerekord von 1970/71 fehlen, was bei den Vorhersagen für die nächsten tage kein Problem sein sollte... Wie ihr auf den Bildern seht, es liegen wirklich Massen an Schnee, auf dem Foto mit der Tanne im Hintergrund steh ich eigentlich in unserem garten, dort werden aber immer der ganze Schnee aus den Nachbarstraßen raufgeschoben, sodass der berg jetzt echt eine beachtliche Höhe erreicht hat. alle Menschen hier sind völlig begeistert und erzählen mir, dass sie das letzte mal solch einen Winter vor jahrzehnten erlebt haben, es ist schon der Wahnsinn. dabei hab ich es fast noch gut, in der Stadt Quebec hat der selbe Schneesturm 50cm Neuschnee gebracht und die Gesamtmenge auf 460cm erhöht! da lob ich mir doch den deutschen Winter der mehr einem Frühling ähnelt, vor allem müsst ihr nicht jeden zweiten morgen raus in die Kälte zum schippen... es lebe der quebecische Winter, viel spaß mit den Fotos und verschneite grüße aus Kanada! :-)

mitten im erwähnten Schneesturm stellt Patrick fest, dass es die Tageszeitung irgendwie aufs Dach geschafft hat, am nächsten Tag war die steinhart...








Montag, 10. März 2008

Boston oder einfach: ÜBERRASCHUNG!!!


Tja, exakt dieses Gesicht hat Caro im Flur eines recht schicken Bostoner Jugendhostels gemacht, in dem Moment auf den ich seit Wochen hingefiebert hab... Für diejenigen, die sie nicht kennen, Caro ist eine liebe Freundin aus Rostock und war mit mir schon vor 3 Jahren einmal in Boston, damals auf dem Rückweg von unserem Schulaustausch in Montana. Nun hat es sie wieder nach Nordamerika getrieben, allerdings nicht in die Nähe von Montréal sondern vielmehr nach Omaha im Bundesstaat Nebraska. Aus diesem Städtchen hab ich vor geraumer Zeit eine höchst spannende Mail von Arron bekommen den Caro dort kennengelernt hat und der mich irgendwie als nachträgliche Geburtstagsüberraschung engagieren wollte. Nach einigen verworfenen Plänen kam er dann schließlich auf die geniale Idee für die beiden einen Trip nach Boston zu veranstalten wohin ich wiederum recht praktisch mit ner 7h-Busfahrt hingelangen konnte, und so fand ich mich eines Donnerstag Morgens in einem recht muffigen Gefährt der Firma Voyager auf dem Weg in die Staaten. Die Fahrt war nicht grade das angenehmste was mich aber recht wenig interessierte, weil meine Vorfreude auf das, was sich abspielen würde von Minute zu Minute bis schließlich ins Unermesseliche steigerte... Und dann war ich ganz nah, der Bus fuhr auf die Skyline von Boston zu, und mit einem Mal kamen unglaublich viele Erinnerungen an diese Stadt von vor 3 Jahren hoch, dazu die ebenso unglaubliche Aussicht Caro nun doch schon nach 6 Monaten wiederzusehen, und dann in den USA... An der central station angekommen hab ich Arron wie abgesprochen aufm Handy angerufen, 30 min später traf ich ihn heimlich in der Hostellobby, wir schlichen nach oben und während er mir erzählte, dass Caro von einer Überraschung weiß, die 4 Tage bleiben wird, waren wir schon an jenem Flur angekommen....und da war sie!!! :-)
Ich persönlich würde ihre Reaktion als eine Mischung aus Entsetzen, Ungläubigkeit, Angst vor einem langhaarigen komischen "Mann" mit Brille und auch ein wenig Freude werten - im Großen und Ganzen war die Arme wirklich baff, was mich insofern nicht gestört hat, als dass Arron und ich viel zu sehr damit beschäftigt waren, uns über das perfekt gewordene Foto und über das reibungslose Funktionieren unsere Planes zu freuen! :-) Aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich hab auch ein Weilchen gebraucht um all das zu realisieren, besonders bei einem wunderschönen Abendspaziergang durch Boston, zusammen mit Caro an Plätzen vorbei, an denen wir zusammen schon einmal waren, und dass nachdem wir uns 6 Monate nicht mehr gesehen hatten...einfach nur unglaublich!

Am nächsten Morgen stießen dann noch Alex, Johannes und Thomas zu uns, drei Assistenten aus quebecischen Archen, die einfach mal beschlossen hatten mir hinterherzufahren, ungünstigerweise mit dem Nachtbus, der sie um 5 Uhr morgens in Boston ablieferte... Zu meiner großen Freude haben sich alle untereinander bestens verstanden sodass wir, dem grässlichen Schneesturm trotzend, 4 wunderbare Tage zusammen verbracht haben und wirklich viel Spaß hatten!
So unfassbar schön und verrückt wie die ganze Aktion war, so schnell war sie auch wieder vorbei... Der Abschied viel sehr schwer, obwohl nun fast schon Übung reinkommt :-)
Aber über alle Traurigkeit hinweg setzte sich schon die Freude darüber durch, was für ein unvergessliches Ereignis geschehen ist, davon werd ich noch in 40 Jahren schwärmen :-)
An dieser Stelle (für den Fall, dass er den Blog liest, denn er lernt zur Zeit Deutsch...) nochmal ein Riesendanke an Arron, ohne den das alles nicht möglich gewesen wäre und von dem ich immer noch so begeistert bin, dass ich fest davon ausgehe so einige angesteckt zu haben ;-)


Dienstag, 4. März 2008

Québec bei Nacht

Hallo alle miteinander!

Tja, nun scheint sich so langsam der Ein-Monats-Rhythmus einzupendeln, was zu Folge hat, dass es heute wirklich viel zu erzählen gibt! Vor drei Wochen hab ich meine 32h-Freizeit, die mir einmal pro Woche zusteht, zu einem Kurztrip nach Québec genutzt, was bis auf ein paar Abfahrtsschwierigkeiten bestens geklappt hat, ich war sogar 15 min vor Ultimo wieder in der Arche. 32h klingt nicht viel aber dennoch war der Trip wunderschön, ich hab mich mit Johannes, Linda und Lorenz getroffen, drei unglaublich nette deutsche und inzwischen gute Freunde die hier auch ein Jahr bei der Arche arbeiten, alle an verschiedenen Orten, Lorenz mitten in der Altstadt Québecs. Trotz Schneesturm in der Nacht zuvor hab ich es irgendwie dorthin geschafft, wenn auch insgesamt 4h später als vorgesehen, was uns aber nciht davon abhielt unsere kleine Nachttour zu machen, die sich mehr als nur gelohnt hat. Québec ist bei Nacht einfach nur ein Traum, wie unten stehende Bilder eindeutig beweisen. Diese wunderschönen Beleuchtungen einer Innenstadt, die einen so gar nicht denken lässt man befinde sich in Nordamerika, die so etwas gemütliches und altehrwürdiges hat, wunderbar. Und das ganze lässt sich noch toppen in dem man die Fähre um 1 Uhr nachts auf die andere Uferseite nimmt (alleine die Fahrt über einen zugefrorenen Fluss ist schon ein Erlebnis für sich) und den Blick auf die gesamte Stadtmauer genießt. Und schließlich setze ich noch einen oben drauf und komme zu einem der schönsten Momente außerhalb der Arche seitdem ich hier bin, die Rückfahrt mit der Fähre auf eben besagte Altstadt zu, dabei das Knacken der Eisschollen, die in regelmäßigen Abständen unter dem Gewicht des Schiffes brechen und uns somit überhaupt die Fortbewegung ermöglichen, die angenehmen -5°, die unbeschreiblich schöne Aussicht direkt vor einem, dazu eine heiße Schokolade aus dem Automaten in der Hand und nette Menschen um sich rum...was will man mehr?





Am nächsten Tag hab ich mir dann noch einen weiteren kleinen Wunsch erfüllt und die "chutes de Montmorency", die ich ja schon im August während meiner ersten kleinen Reise in Kanada gesehen hatte, im Winter besucht, wo sie tatsächlich teilweise zugefroren sind - ein einfach nur beeindruckendes Bild! Zu allem Überfluss gab es noch strahlenden Sonnenschein, wobei das Ganze noch viel schöner anzusehen war, der zugeschneite Fluss, die Eiswände und vor allem der große Hand den man im Sommer noch bis nach unten über einige Treppenstufen begehen konnte, was nun im Winter aufgrund unglaublicher Schneemassen aber unmöglich war.

Da saß mir aber schon die Zeit ein wenig im Nacken, zur Abfahrt meiner Mitfahrgelegenheit hab ichs aber noch problemlos geschafft so dass meine effektiv 20h in Québec wirklich traumhaft waren und ich wunderschöne Dinge sehen konnte, mal eine andere Art von Erholungstag!